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Wie du deinen persönlichen Einrichtungsstil findest

25.01.2023

Wie du deinen persönlichen Einrichtungsstil findest und dir ein Zuhause gestaltest, das dich wirklich widerspiegelt

Oft werde ich gefragt, wie man den eigenen Einrichtungsstil findet, umsetzt und verfeinert. Den eigenen Interior Style zu finden, ist ein Prozess, der nach meiner Meinung nie aufhört. Genauso wie man sich selbst immer wieder neu erfindet und weiterentwickelt, so wächst das Zuhause und der persönliche Einrichtungsstil immer wieder mit. Zudem braucht es viel Mut, viel Zeit und Fehlentscheidungen, um den ganz individuellen und unverwechselbaren Stil zu kreieren. Ein Einrichtungsstil, der ganz allein dir gehört und so einzigartig ist wie du. Und wenn du ihn gefunden hast, kann es dir ganz egal sein, was andere sagen: du weißt, dass du dich mit deiner Einrichtung richtig wohl fühlst, weil es 100% du bist und weißt ganz genau, warum.

In diesem Blogartikel verrate ich dir ein paar hilfreiche Tipps, wie du deinen eigenen Einrichtungsstil findest. Mit dem du deine Persönlichkeit in deinen vier Wänden ausdrücken kannst und dein Zuhause immer weiter verfeinern kannst.

Inspiration für dein Zuhause finden

Dein Zuhause ist etwas ganz Persönliches, Intimes und Sensibles. Es spiegelt im besten Fall deine Träume, Interessen, Leidenschaften und Visionen, sowie deinen Charakter wider. Auf den Punkt gebracht: dein Zuhause ist all das, was dich ausmacht und hier darfst du 100% DU sein.

Doch woher nimmst du deine Ideen, damit dein Zuhause sich richtig gut für dich anfühlt? Inspirationen und Einrichtungsideen für deine Raumgestaltung lauern an jeder Ecke 😊. Vielleicht sind es Farben aus der Natur, ein Gemälde mit einer spannenden Komposition oder Mitbringsel von deiner letzten Reise, die dich bei der Dekoration deines Heims inspirieren? Vielleicht ist dein Zuhause auch der exakte Gegenpol zu deinem Elternhaus oder wurde ganz einfach an die tollen Interior Bilder auf Pinterest oder Instagram angelehnt? Die Hauptsache ist, dass du deine Quellen hast und dich wohl in deinem Rückzugsort, deinem Zuhause fühlst.

Was mich inspiriert: natürlich die Welt der Wohnblogger, Pinterest, Fachzeitschriften und die Natur mit ihren natürlichen Strukturen. Aber ganz besonders inspirieren mich die heimischen Materialien, typischen Interior Styles, die Landschaften und knuffigen Städtchen auf Reisen (vor allem die Niederlande und Frankreich haben es mir angetan 😊). Bei den tollen Vanlife-Trips mit meinem Mann oder den Mädelsurlauben mit meiner besten Freundin sauge ich alles an Inspiration auf, was mir in die Quere kommt. Zum Beispiel die bretonischen Häuser aus Natursteinmauerwerk mit riesigen Hortensienbüschen an den wunderschönen Küstenzügen. Oder die gemütliche und einfache Raumgestaltung einer schnuckeligen Haferwaffelbar in dem megaschönen Brugge, natürlich direkt am Wasser (moderne, klare Elemente in schwarz, Holz und Messing, die respektvoll in dem typisch belgischen Bestandsgebäude integriert sind). Love it!

Trotzdem würde ich nie alles 1:1 genauso umsetzen. Ich mische alle Inspirationen in meinem Kopf und mache ein Gefühl daraus. Ich verbinde meine Eindrücke mit meiner Persönlichkeit und erfinde sie neu. Ich möchte nicht kopieren, sondern neu entwickeln und auf mich und den Raum übersetzen. Und immer wieder überprüfen, ob der Style noch mir entspricht und gefällt.

Und das ist genau das, was ich dir mit auf den Weg geben möchte. Sammle deine Inspirationen dort, wo du offen dafür bist. Wo du Farben, Materialien und Kombinationen siehst und begeistert bist. Sammle sie an einer Ideen-Wand, in einem Buch, auf deiner Festplatte oder in deinem Kopf. Und lasse sie in Form von neuen Kompositionen wieder raus. Verwerte sie und mache dir ein Visionboard bzw. Moodboard für dein Zuhause, bevor du es umsetzt. Du kannst jederzeit überprüfen, ob das Ideenboard oder das Einrichtungskonzept deines Zuhauses noch stimmig ist und deiner Persönlichkeit und deinen Visionen entspricht. Wenn nicht: zeit etwas zu ändern 😊.

Ein Zuhause, das deine Persönlichkeit widerspiegelt

Dein ganz persönlicher Einrichtungsstil spiegelt im besten Fall dein Inneres: deine Persönlichkeit. Oder auch, wenn du nicht alleine wohnst, ist die Einrichtung eures Hauses oder der Wohnung von allen Menschen geprägt, die in deinem Zuhause leben. Du, dein Partner, deine Kinder, deine Mitbewohner: jeder hat seine ganz eigene Art, sich einzurichten und drückt sich mit Dingen, Farben und Materialien anders aus.

Unser Zuhause spiegelt ziemlich gut unsere zwei Persönlichkeiten wider, wie ich finde. Farben des Meeres, die unseren Freigeist zum einen beruhigen und zum anderen gedanklich in die Ferne schweifen lassen. Eine gewisse räumliche Klarheit und viele Elemente in Weiß, die helfen den Geist zu ordnen und Struktur geben. Viele natürliche Materialien, wie einen alten Bauern-Esstisch von meinen Urgroßeltern, einen Sisalteppich oder die Küchenarbeitsplatte aus Holz bringen uns Mutter Natur in die Wohnung ... und natürlich der geliebte Blick in den Garten unseres Vermieters und auf die andere Rheinseite 😊. Wofür ich sehr dankbar bin.

Die Einrichtungskonzepte, die ich in meiner Interior Beratung kreiere, entstehen mit ganz viel Leidenschaft, Fantasie und Persönlichkeit. Sie sind ein Teil von mir und werden zusammen mit den individuellen Wünschen, den Visionen und dem ganz persönlichen Geschmack meiner Kunden zu einem authentischen Interior Design. Es ist mir superwichtig, ein Raumkonzept genau dann abzuschicken, wenn es sich für mich stimmig anfühlt und ich mir selbst vorstellen kann, dort zu wohnen. Und genau dann wird es den Kunden begeistern - mit einem Zuhause, in dem er sich wohlfühlt, welches klar und stilvoll gestaltet ist und seine individuelle Persönlichkeit unterstreicht und zeigt: einzigartig und ehrlich.

Der eigene Stil braucht Zeit

Wenn du dich einmal damit auseinandergesetzt hast, welche Werte dir wichtig sind, was dich inspiriert, was dich ausmacht und wie du wohnen möchtest, kommt im zweiten Schritt die Umsetzung. Aber das passiert mit großer Wahrscheinlichkeit nicht von jetzt auf gleich, sondern eher in vielen kleinen Schritten. Es ist ein niemals endender Prozess und dein individueller Einrichtungsstil darf sich genauso stetig entwickeln, wie du es tust. Doch diese Entwicklung darf und sollte Spaß machen! Weil es dein Zuhause ist und es mit Freude und Leichtigkeit gestaltet werden darf - ohne Zwang. Du darfst ausprobieren, umstellen, umdekorieren und aussortieren, soviel du willst und solange es dir Freude bereitet.

Werde kreativ

Egal ob allein oder zusammen mit einem Interior Designer: mache dir einen Plan, hole dir Inspirationen und werde dir klar darüber, welche Farben, Materialien und welcher Stil dir gefällt. Wo fühlst du dich wohl? Welche Möbel und Accessoires gefallen dir? Was ist dir bei der Einrichtung wichtig? Was macht dich als Person aus?

Natürlich können wir dabei Plattformen wie Instagram oder Pinterest helfen. Die Kunst besteht jedoch darin, dich bei den tollen Inspirationsbildern aus der perfekten Interior-Bubble nicht von deinem eigentlichen Stil und Wünschen ablenken zu lassen. Obwohl ein toller Insta-Feed wunderbar zum Kopieren einlädt. Doch mit vielen verschiedenen Inspirationsquellen kannst du super für dich filtern, was du gut für dich umsetzen kannst und willst.

Liebe zum Detail

Auf die Details kommt es an! Gerade die kleinen, aufeinander abgestimmten Dinge geben deinem Raumdesign eine ganz persönliche Note. Mit ausgewählten Accessoires und deinen persönlichen Gegenständen kannst du dein Zuhause also bestens verfeinern, indem du sie harmonisch miteinander arrangierst und in einer spannenden Materialkomposition anordnest. 

Planen und Ausprobieren

Wenn du wüsstest ... wiiieee lang meine persönliche Liste für mein Zuhause ist 😉... Was ich noch alles ändern möchte, womit ich nicht ganz glücklich bin, welche Ideen ich für verschiedene Ecken habe ... Sie ist sehr lang. Und beinhaltet ein paar Fehlentscheidungen aus den letzten Jahren, die zu dem Zeitpunkt genau das richtige für mich waren. Aber: ich möchte mich und unser Zuhause weiterentwickeln und auch mein Stil darf es. Daher: eine Baustelle nach der anderen.

Was ich dir damit sagen möchte: du darfst Fehler machen, dich ausprobieren und Dinge wieder ändern. Mit Fehlentscheidungen lernst du, was du nicht (mehr) möchtest, was nicht funktioniert hat und das ist in Ordnung. Du siehst, wie sich dein Zuhause in den letzten Jahren entwickelt hat, weil du dich ausprobiert und Entscheidungen getroffen hast. Doch heute machst du die Dinge vielleicht anders. Und das hilft dir, deinen Stil zu entwickeln und dein Zuhause ganz entspannt schöner zu machen. Solange es sich für dich richtig anfühlt und du Lust hast dich und dein Zuhause zu verändern.

Und behalte immer im Hinterkopf: dein Zuhause muss nicht perfekt sein. Niemand ist das. Dein Zuhause soll ein Rückzugsort für dich sein. Ein Ort, an dem du dich ausleben, geborgen fühlst und entspannen kannst. An dem auch mal Socken oder deine Kaffeetasse stehen lassen kannst oder das Badputzen auf morgen verschieben darfst. Weil du weißt, dass es gerade in Ordnung ist. Daher: weg vom Perfektionismus. 

Zuhause mit Persönlichkeit 

Wenn du gerade dein Zuhause veränderst, heißt das, dass du dir selbst ein kleines Stückchen nähergekommen bist. Du hast dich selbst besser kennengelernt und weißt, was du gerade brauchst.

Manche Einrichtungsgegenstände oder Farben passen zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zu uns - sei es aus funktionalen Gründen, aus emotionalen Gründen oder weil es einfach nicht mehr gefällt. Warum? Weil wir uns familiär, beruflich oder persönlich weiterentwickelt haben und der Raum eine andere Nutzbarkeit erfordert, durch eine neue Farbgestaltung frischen Wind ins Leben bringen oder mehr Klarheit und Fokus durch Reduktion erfahren soll.

In der Zeit meines Studiums habe ich beispielsweise ganz anders gewohnt als jetzt - typisch Studentenbude. Es war sehr kreativ, der Schreibtisch immer belagert mit Modellbaukram, Zeichnungen und ToDos und mir gefiel es damals, viele Inspirationen an den Wänden zu haben. Es war zwar nicht chaotisch, aber mein kleines Zimmer relativ voll. Es hat mich inspiriert und es war gemütlich. Aber wenn ich jetzt darauf zurückblicke, könnte ich so nicht mehr wohnen. Mich sehnt es nach Klarheit, Übersichtlichkeit und optischer Ruhe. Ohne dass die Räume leer wirken und keinesfalls nur in Schwarz, Weiß und Grau. Denn ich liebe Farben und mein Mann auch 😊. Unser Zuhause ist ein Ort des Wohlbefindens für uns beide (und für den Kater). Ein facettenreicher Ort, in dem wir uns ausleben (was man manchmal auch deutlich sieht 😉). Hier geht es um Gemütlichkeit, Persönlichkeit, Nachhaltigkeit und Reduktion.

Dein persönliches Zuhause erschaffen

Deine Wohnräume wachsen mit dir. Sie passen sich an dich an, weil du dich selbst weiterentwickelst und das Zuhause mit veränderst. Weil du in unterschiedlichen Lebensphasen ganz andere Dinge brauchst und dein Fokus sich verändert. Deinen Einrichtungsstil zu finden ist ein Prozess, der jederzeit weitergehen darf, wenn dir danach ist. Du darfst dich ausprobieren; du darfst Fehler machen. Weil du nur so dein ehrliches und ganz persönliches Zuhause erschaffen kannst.